Offranvilledie Hübsche

Offranville, die Hübsche

Ein Dorf mit Charme

Der hübsche Ort – grün und blumengeschmückt – besitzt den ganzen Charme der Normandie. Bei einem sehr schönen Spaziergang kommt man an mehreren Taubenhäusern und „Manoirs“ vorbei, die an die Zeit des Malers Jacques-Emile Blanche erinnern.

Auch am frühen Morgen ist es schön, Offranville zu entdecken, wenn das rosafarbene Licht der ersten Sonnenstrahlen die Blumen des Parks William Farcy zu neuem Leben erweckt. Seine Gärten im englischen Stil mit von kleinen Bänken gesäumten Wasserläufen, über die eine Holzbrücke führt, laden zu einer angenehmen Ruhepause ein. Ein Besuch lohnt sich auch wegen der alten Rosensorten und den bunten Blumenbeeten.

Machen Sie es sich im Restaurant „Terrasse Gourmande“ im ehemaligen Wagenhaus aus dem 18. Jh. gemütlich und entspannen Sie bei einer guten Mahlzeit. Etwas weiter, im ältesten Fachwerkhaus des Orts, stellt der Sternekoch Laurent Kleczewski seine Kreativität mit lokalen Produkten unter Beweis. Sein Restaurant Le Colombier ist ein Gourmetrestaurant, das für seine Gemütlichkeit und harmonische Küche bekannt ist. Probieren Sie die Austern-Velouté mit Koriander und confierten Zitronen, Kalbsschulter vom französischen Kalb in Sahnesoße oder Steinbutt mit Feigenstückchen und Zitrusfruchtsoße. Eine wahre Gaumenfreude!

Prominenter Botschafter

Der Maler Jacques-Emile Blanche hat aus dem süßen Leben in Offranville sein Credo gemacht. 1903 ließ er sich mit seiner Frau Rose im Herrenhaus „Manoir du Tôt“ nieder, wo er die feinen Leute aus Kunst und Politik jener Zeit empfing. Er nahm seine Freunde auf Ausflüge in der guten Luft mit und knüpfte enge Bande mit der Region. Offranville erlangte auf diese Weise Bekanntheit in ganz Paris und sogar in England, wohin der Maler regelmäßig reiste. Im ganzen Ort gibt es kleine Herrenhäuser und hübsche Villen. Das Museum Jacques-Emile Blanche beleuchtet mithilfe seiner Korrespondenz, Fotos usw. die 40 Jahre, die der Maler im Dorf lebte, und würdigt mit einer Sammlung von Gemälden und Zeichnungen die Arbeit des Künstlers. Eine Rundfahrt, die von Offranville nach Dieppe und Pourville-sur-Mer führt, folgt ebenfalls den Spuren dieses Künstlers, der den Ort so liebte.

Im Rhythmus eines friedlichen Orts

Der unverkennbare verdrehte Turm der Saint-Ouen-Kirche ist eine Eigenart, auf die der kleine Ort sehr stolz ist. Der 1570 erbaute Turm wurde Opfer eines Konstruktionsfehlers und ist noch heute unter seinem Schieferdach verdreht. Die tausendjährige Eibe, die einst zum symbolischen Schutz des Dorfes neben der Kirche gepflanzt wurde, beeindruckt mit ihrer Größe.

Wenn man Offranville kennenlernen will, gehört es auch dazu, dem Weg der vier Taubenhäuser zu folgen und zum Fluss La Scie hinunterzugehen, um die Mühle Jeanet, die Mühle „Moulin de la Pierre“ und die Doppelmühle Quenouille zu entdecken. Wer auch die Umgebung erkunden will, kann im Maison du Parc ein Fahrrad mieten und sich auf die Radwege „Véloroute du Lin“ oder „Avenue Verte“ begeben, um den „Bocage“, die typische Landschaft der Normandie zu entdecken.